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Kirche Biestow

Biestower Kirche

 

 

 

Friedrich Franz I.

Friedrich Franz I. (1756-1837)
Herzog von Mecklenburg

 

 

 

 

 

 
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Altdeutsche Überschrift T

Der folgende Brief ist vom Landesfürsten, dem Herzog von Mecklenburg, an den Pastor Wiggers der Biestower Kirche gerichtet und verweist auf die im Erbvertrag mit der Stadt Rostock geregelte Versorgung des Schulmeisters Burde zu Kritzmow.

Schreiben des Herzogs von Mecklenburg - zur Vollansicht anklicken!

Friederich Franz von Gottes Gnaden Herzog zu Mecklenburg Würdiger und Wohlgelehrter, lieber Andächtiger und Getreuer! Wir laßen Euch, auf eure unterthänigste Vorstellung, die Verlegenheit des Schulmeisters Burde zu Critzmow, durch Legung seines Handwercks betreffend, hiemit Gnädigst unverhalten seyn; Das Wir Uns außer Stande befinden, Ausnahmen von der Unsrer Stadt Rostock in dem ältere und neueren Erbvertrage, gegebenen Zusicherung zu machen; indeßen auf baldigste Erfüllung der, von Unsers in Gott ruhenden Herrn Ondes, Herzogs Friederich zu Mecklenburg Gnade; unterm 20 Mart: 1784 dem Schulmeister Burde gegebenen Versicherung, zur anderweitigen Versorgung Bedacht nehmen werden. Wornach Ihr Euch zu richten.
Datum auf Unsrer Vestung Suerin den 23 Aug. 1790

An
den Ehre Pastor Wiggers
zu Biestow


Dieser Brief des Dr. Studemund an den Pastor der Biestower Kirche berichtet über Tilgung und Einschreibung von Kirchenamtsanwärtern in eine Matrikel und die Bezahlung ausstehender Schulden aus einem Bücherkauf.

Schreiben des Dr.Studemund an Pastor der Biestower Kirche

Hochwürdiger Hochgelehrter Herr Pastor
Höchstgeschätzter Herr Amtsbruder !

Ew. H. (Euer Hochwürden) entschuldigen gütigst, daß ich Dero geehrte Zuschrift vom 12ten Januar a. c. (anni currentis) des lfd. Jahres erst itzt beantworte. Ich würde diese Pflicht gewiß früher erfüllet haben, wenn ich diesen Winter über nicht von einer mir sehr beschwerlichen Augenschwäche, die mir des Abends, bey Lichte, alles Schreiben untersagte, laboriret hätte. In Gemäßheit ihrer vorgemeldeten gen. (geneigten) Zuschrift habe ich den Namen, des im Jahre 1808 im M.[onat] Marz eingezeichneten Exspektanten (einer der Anwartschaft auf Exspektanzen, noch nicht erledigter Kirchenämter hat) Gottlieb Peter Friederich Hävernick aus der Matrikel getilget. Johann Friedrich Hoft aus Critzmow ist im Jahre 1809 den 28ten December als Exspektant der Seminarien Matrikel einverleibet worden. Ihrem Verlangen gemäß verfehle ich nicht den dies beweisenden Schein Ew. H. hiedurch ergebenst zu übersenden. By dieser Gelegenheit wage ich es

Ew. H. um eine Gefälligkeit zu ersuchen, deren geneigte Erfüllung ich mir von ihrer freundschaftlichen Gesinnung gemäß verspreche. Ich bin ihrem H.[errn] Sohn, dem H.[errn] P.W. in Rostock für sechs Exemplare von dem von ihm herausgegebenen Leben des Sokrates, das Subscriptionsgeld noch zu bezahlen schuldig. Ich hätte dies längst entrichten sollen und es ist mir fast unbegreiflich, wie mir dies ganz und gar nicht eingefallen ist. Leyder! ist es wohl eine Folge meines durchs Alter geschwächten Gedächtnisses. Ew. H. haben die Güte ihrem H.[errn] Sohn dies Geld nebst meiner besten Empfehlung nächstens zu übermitteln und mich by demselben wegen meiner begangenen Vernachlässigung bestens zu entschuldigen.
Vorgemeldete 6 Exemplare kosten in Summa (das Ex. zu 36 s.[ilbergroschen]) vier Rtlr [Reichstaler] 24 s.[ilbergroschen]. Diesem G.[eld] habe ich noch 8 s.[ilbergroschen] für Porto beygefüget.
Ew. H. empfehle ich mich zum freundschaftlichen Wohlwollen und beharre mit vollk.[ommener] Hochachtung
Ew. Hochwürden
treuergebenster Dr.
Studemund
Llust [Ludwigslust]
Marz 6.
1811
Die Einlage ersuche ich gelegentlich
gütigst zu besorgen.
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